Unter Visualisierung versteht man in der Architektur im Allgemeinen die perspektivische
Darstellung
eines Gebäudeentwurfs zum Zwecke der Veranschaulichung.
Dies geschah früher hauptsächlich durch Handzeichnungen als Strichkonstruktion
oder Farbgemälde - heute verstärkt durch den Einsatz von Computern.
Hierbei werden
unter Zuhilfenahme von CAD-Software (Computer Aided Design)
virtuelle 3D-Modelle
(dreidimensional)
des
Gebäudeentwurfs
konstruiert. Diese werden anschließend mit virtuellen Lichtquellen in erstaunlicher
Realitätstreue beleuchtet. Jeder einzelnen Fläche des 3D-Modells wird
ein Material in Form einer Map (Textur oder Fotografie, die auf die Fläche
projeziert wird) und spezifischen Eigenschaften wie Reflektionsgrad, Transparenz
oder Eigenfarbe
zugewiesen.
Renderings
Um eine Visualisierung zu erstellen, wird nun eine Kamera im 3D-Modell positioniert,
und zwar dort, wo der gewünschte Standort des Betrachters sein soll. In einem
Prozess, der Rendern genannt wird, berechnet der Computer nun jeden einzelnen
Bildpunkt des Kameraauschnitts genau, und erzeugt ein nahezu fotorealistisches
Bild des architektonischen Entwurfs. Dies kann unter Umständen, je nach Komplexität
des Modells und Leistung des Rechners, einige Stunden dauern.
Solche auch Renderings genannten
Visualisierungen findet man oft auf Bauschildern, bei Architekturwettbewerben,
in Presseartikeln zu geplanten Bauten oder ähnlichem.